Wolfsangeln

Fundstücke von der Ausgrabung der Falkenburg.

Wolfsangeln oder Wolfshaken waren im Spätmittelalter ein weit verbreitetes Utensil zur Jagd von Wölfen und Füchsen. Mehrere dieser scharfkantigen eisernen Doppelhaken mit angespitzten Enden wurden in einem Keller der Hauptburg zurückgelassen. Sie erreichen eine Länge von bis zu 10 cm. Zur Jagd wurden die gefährlichen Köderträger mit blutigen Fleischlappen umwickelt. Die Raubtiere sollten sich beim Schnappen nach den ausgelegten Ködern verletzen und geschwächt zur leichten Beute der Jäger werden. Heute sind Wolfsangeln streng verboten.

Als verbreitetes Symbol der Jägerei sind stilisierte Wolfsangeln bis heute in vielen Familien- und Gemeindewappen Deutschlands präsent. Wölfe, die im Mittelalter auch um die Falkenburg verbreitet waren, sind heute zwar viel seltener, aber im nahen Eggegebirge wieder nachgewiesen worden.

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