Keramik-Scherbe

aus Raqqa im heutigen Syrien

Das nur fingernagelgroße, glasierte Fragment eines Tongefäßes stammt aus dem syrisch-ägyptischen Raum. Kulturgeschichtlich ist das kleine Bruchstück aus sogenannter Raqqaware von größter Bedeutung. Die Scherbe lag in einer Schicht der Falkenburg, die sich dank der Beifunde in das 13. Jahrhundert datieren lässt. Das Fragment gehört zu einem repräsentativen Gefäß mit schwarzer Bemalung unter einer klaren, hellblauen bis türkisen Glasur. In Westfalen-Lippe ist ein solches Fragment bislang einmalig.

Unter welchen Umständen das Gefäß auf die Falkenburg gelangte, muss offen bleiben. Vielleicht erreichte es Europa als Handelsgut oder als wertvolles Gastgeschenk. Möglicherweise gelangte es aber auch als exotisches Souvenir von Kreuzrittern auf die Falkenburg – die Edelherren zur Lippe stellten einige von ihnen. In jedem Falle konnten die abendländischen Besitzer damit ihre Weltläufigkeit zur Schau stellen.

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